Noch zu Beginn des Jahres 2022 hätte niemand geglaubt, dass der Friede in Europa durch eine kriegerische Aggression zutiefst erschüttert würde. Durch den Angriffskrieg muss die Sicherheitsordnung in Europa neu gedacht und umgebaut werden.
Kann die Europäische Union diese sicherheits- aber auch wirtschaftspolitische Krise bewältigen? Wie muss sich Europa künftig aufstellen, um für Krisensituationen besser gewappnet zu sein?
SPEZIAL – Europäisches Jahr der Jugend 2022
Wir sind Europa – Jugendliche über ihre Zukunft
Sonntag, 23. Oktober 2022
13.15 bis 15.00 Uhr
Salzburg Congress, Europasaal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Das Europäische Jahr der Jugend soll besonderen Fokus auf die Bedürfnisse und Wünsche der jungen Menschen in Europa legen. Was bewegt die europäische Jugend? Prinzipiell haben junge Menschen in Europa so viele Chancen wie kaum eine Generation zuvor: Vielfältige Bildungsmöglichkeiten oder erleichtertes und günstiges Reisen scheinen kaum Grenzen zu kennen. Dennoch treiben die junge Generation auch viele Sorgen um: Klimawandel, prekäre Arbeitsverhältnisse, Erwartungsdruck oder generell fehlende Perspektiven in den Heimatländern aber natürlich auch die grundsätzliche Frage des bisher gesichert erscheinenden Friedens in Europa.
Am Panel „Wir sind Europa – junge Menschen diskutieren ihre Zukunft“ zeigen Jugendliche aus europäischen Ländern, besonders aus solchen, die noch nicht Mitglied der EU sind, auf, was sie beschäftigt, was ihnen Sorgen macht, aber auch, was sie motiviert.
Was erwarten sie sich von der Europäischen Union und was von der Politik in ihrer Heimat? Haben sich ihre Chancen im Laufe der Jahre verschlechtert oder verbessert? Was wünschen sie sich für sich und die Zukunft ihrer Generation. Welche Chancen sehen sie, in der Politik mitzugestalten.
Darüber diskutieren wir mit jungen Menschen und jungen PolitikerInnen in diesem Dialog.
BEGRÜSSUNG
Franz Schausberger
Vorsitzender des Instituts der Regionen Europas (IRE)
IMPULS
Lidia Pereira
Mitglied des Europäischen Parlaments, Vorsitzende YEPP (Portugal)
PODIUM
Anastasiia Hatsenko
Studentin, Politische Analystin, Vorsitzende Paneuropa Kiew (Ukraine)
Nikolina Martinović
Associate at the Prime Minister Office in Government of Montenegro
Dastid Morina
Student (Kosovo)
Klaudia Shullazi
Referentin im Ministerium für Bildung, Youth Advisory Group OSCE (Albanien)
Nini Tsiklauri
Autorin, Künstlerin, EU-Aktivistin, in Georgien geboren
MODERATION
Gundula Geiginger
Puls 4
IRE-FORUM
Neue Erweiterung: Ukraine, Moldau, Georgien
Sonntag, 23. Oktober 2022
15.15 bis 17.00 Uhr
Salzburg Congress, Europasaal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat die schon 2014 begonnene Diskussion über einen möglichen Beitritt der Ukraine, der Republik Moldau und Georgiens aktualisiert. Die Haltung der EU-Mitgliedsstaaten zu dieser Frage ist unterschiedlich. Vor allem auch im Hinblick auf die sich über viele Jahre bereits hinziehenden Beitrittsprozesse der sechs Westbalkanstaaten.
Auch neue Möglichkeiten unterhalb der Vollmitgliedschaft zur Teilnahme an gemeinsamen Programmen wie etwa in der Gemeinsamen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik ebenso wie in den Bereichen Forschung, Energie, Verkehr oder Klimaschutz werden diskutiert. Im Sinne eines „New Enlargement“ soll ein Modell gefunden werden, das den Ländern schon vor einer Vollmitgliedschaft eine enge Anbindung an die Europäische Union ermöglicht.
Einig ist man sich jedenfalls darüber, dass die drei beitrittswilligen Länder weiter konsequent die Erfüllung der Kriterien zu Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sowie eine verstärkte Korruptionsbekämpfung verfolgen.
In diesem IRE-Forum erwartet uns eine spannende Diskussion von Repräsentanten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und hoher Vertreter der Ukraine, der Republik Moldau und Georgiens über die aktuelle Situation.
ERÖFFNUNG
Franz Schausberger
Vorsitzender des Instituts der Regionen Europas (IRE)
PODIUM
Maka Botchorishvili
Vorsitzende des EU-Integrationsausschusses des Parlaments von Georgien
Simona Cojocaru
Staatssekretärin für Sicherheitspolitik und Internationale Beziehungen, Ministerium für Landesverteidigung, Rumänien
Franziska Davies
Historikerin, Geschichte Ost und Südosteuropas, Ludwig-Maximilian-Universtät München (Deutschland)
Vasyl Khymynets
Botschafter der Ukraine in Österreich
Lukas Mandl
Mitglied des Europäischen Parlaments, Ausschuss für Auswärtiges, Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung (Österreich)
Katarina Mathernova
Stv. Generaldirektorin für Erweiterung und Nachbarschaftspolitik in der Europäischen Kommission, Vorsitzende Ukraine Support Group
Rudolf Striedinger
General, Chef des Generastabes des Österreichischen Bundesheeres
MODERATION
Raffaela Schaidreiter
EU-Korrespondentin, Leiterin des ORF-Korrespondentenbüro in Brüssel
Sonntag, 25. Oktober 2022
19.30 bis 22.00 Uhr
Salzburger Residenz, Carabinieri Saal
Residenzplatz 1, 5020 Salzburg
Wilfried Haslauer, der Landeshauptmann von Salzburg, und Harald Preuner, der Bürgermeister der Stadt Salzburg, laden zum Empfang in der Residenz ein. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz gibt es einen Bustranfer ab Salzburg Congress um 18.45 Uhr und um 22.00 Uhr von der Salzburg Residenz zu den Konferenzhotels.
Die Residenz zu Salzburg liegt im Herzen der Altstadt und war das Machtzentrum zur Zeit der Salzburger Fürsterzbischöfe. Bis ins 19. Jahrhundert lenkten die Machthaber von hier die Geschicke des Landes und nutzten die Prunksäle der Residenz als Repräsentation.
MUSIKALISCHES INTERMEZZO
Susanna Chakhoian
Sopranistin, Solistin der Nationaloper Ukraine
Minka Popović
Piano
ERÖFFNUNG
Übersteht die EU ihre Krisen?
Montag, 24. Oktober 2022
09.00 bis 11.30 Uhr
Salzburg Congress, Europa Saal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Wird die EU ihre Krisen überstehen?
Frieden innerhalb der Gemeinschaft, unkompliziertes Reisen, freier Warenverkehr und Wohlstand, damit hat die EU zweifellos Ihren Bürgerinnen und Bürgern viel Gutes gebracht. Seit etwa einem Jahrzehnt nehmen allerdings die Krisen innerhalb der EU und in ihrer Nachbarschaft wieder zu. Europa-Skepsis, Europa-Bashing und europäischer Identitätsverlust sind auf dem Vormarsch.
Die im Mai 2021 gestartete „Konferenz zur Zukunft Europas“, durch die neue Ideen und Visionen für ein Europa der Zukunft entwickelt werden sollen, hat einige interessante Ergebnisse gebracht, die Frage ist allerdings, ob die aktuellen Krisen eine Umsetzung überhaupt zulassen und ob der Wille dazu besteht.
Schuldenkrise, Diskussion über Migration, Folgen des Brexits, Zunahme des Nationalpopulismus, Bedrohung der Rechtsstaatlichkeit, Covid-Pandemie, Klimawandel, gelähmte Erweiterungspolitik und schließlich der furchtbare Krieg gegen die Ukraine sind nur einige der Schlagworte zur aktuellen Situation der EU. Dazu macht die gefühlte „Bürokratie der EU“ diese für viele unzugänglich, undurchsichtig, undemokratisch, überreguliert und bürokratisch.
Auch die Handlungsfähigkeit innerhalb der EU durch schwindende Solidarität und zunehmende Vetos lasse zu wünschen übrig. Der Ruf nach Reformen, nach einem neuen, anderen Europa wird lauter. Andererseits konte die EU wie in der Covid-Krise rasch ein ein gemeinsames Aufbauprogramm „Next Generation EU“ mit 750 Milliarden Euro verabschieden.
Mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist für ganz Europa jedenfalls eine Zeitenwende angebrochen.
In diesem Eröffnung-Dialog widmen sich hochrangige Vertreterinnen und Vertrter EU, nationaler Regierungen verschiedener europäischer Länder und wissenschaftliche Expertinnen und Experten der Frage, ob die Europäische Union in ihrer derzeitigen Verfassung in der Lage ist, all diese genannten Krisen weitgehend unbeschadet zu überstehen und einer Lösung zuzuführen.
MUSIKALISCHE ERÖFFNUNG
Europahymne
ERÖFFNUNG UND BEGRÜSSUNG
Franz Schausberger
Gründer und Vorsitzender des Instituts der Regionen Europas
Wilfried Haslauer
Landeshauptmann von Salzburg
INTERVIEW (Video)
Karl Nehammer
Bundeskanzler der Republik Österreich
KEYNOTE
Johannes Hahn
EU-Kommissar für Haushalt und Verwaltung
INTERVIEW
Karoline Edtstadler
Bundesministerin für die EU und Verfassung, Republik Österreich
PODIUM
Nicola Beer
Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments (Deutschland)
Peter Launsky-Tieffenthal
Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, Österreich
Bojan Marichikj
Vize-Premierminister für Europäische Angelegenheiten, Nordmazedonien
Lilyana Pavlova - Livezuschaltung aus Luxemburg
Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank EIB (Bulgarien)
Olga Stefanishyna - Livezuschaltung aus Kiew
Vize-Premierministerin für EU-Integration, Ukraine
Marko Štucin
Europa-Staatssekretär der Republik Slowenien
MODERATION
Richard Grasl
Stv. Chefredakteur KURIER
DIALOG I
Rohstoffe und Energie – mehr Autonomie für Europa
Montag, 24. Oktober 2022
12.00 bis 13.30 Uhr
Salzburg Congress, Europa Saal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Schon die Corona-Pandemie zeigte, wie stark angewiesen, teilweise sogar abhängig, unsere Gesellschaften und die Wirtschaft von beständigen und funktionierenden Lieferketten sind. In Zeiten ohne Konflikte nimmt man dies oft für selbstverständlich, doch in Krisenzeiten zeigen sich auch die Verletzlichkeit des globalen Systems. Sind in den vergangenen Jahren aus verschiedenen Gründen, wie natürliche oder bewusste Verknappungen im Rohstoffbereich oder Einschränkungen im Frachtverkehr, Preise für Logistik, Rohstoffe und Energie gestiegen, gerät nun die Versorgung Europas und großer Teile der Welt mit Energie und auch Nahrung in Gefahr.
Ist Europa zu abhängig? Hat Diversifizierung nicht funktioniert? Welche Lehren müssen wir aus der aktuellen Krise ziehen? Würde eine Reduktion der Abhängigkeit von außereuropäischen Lieferanten die Autonomie unseres Kontinents stärken und wäre das, bei allem technischen Fortschritt und der starken Notwendigkeit von Rohstoffen und Energie, überhaupt machbar?
Diese und weitere Fragen werden bei diesem Panel von hochrangigen Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutiert werden.
GRUSSWORTE
Leonore Gewessler - Videobotschaft
Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie der Republik Österreich
IMPULS
Martin Kocher
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit der Republik Österreich
PODIUM
Jovanka Atanacković
Staatssekretärin für Energie und Bergbau der Republik Serbien
Gerald Hesztera
Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit, Bundesministerium für Inneres (Österreich)
Dagmar Koch
Country Managerin, Coface Austria
Michael Strugl
Vorstandsvorsitzender VERBUND AG (Österreich)
Harald Stindl
Geschäftsführer Gas Connect Austria GmbH (Österreich)
Kirsten Westphal
Energie-Expertin, Executive Director Forschung & Analyse H2Global Stiftung, Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat (Deutschland)
MODERATION
Waltraud Langer
Landesdirektorin ORF Salzburg
DIALOG II
Industrie 4.0 für Europa
Montag, 24. Oktober 2022
15.00 bis 16.30 Uhr
Salzburg Congress, Europa Saal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Die industrielle Welt steht gerade jetzt vor großen, neuen Herausforderungen. Unsere Ressourcen sind grundsätzlich endlich, Krieg und Pandemie verschärfen die Situation noch zusätzlich und wir müssen mit weniger mehr erreichen.
Mit „Industrie 4.0“ soll die Entwicklung zu einer vierten industriellen Revolution zum Ausdruck gebracht werden. Diese vierte industrielle Revolution umfasst im Wesentlichen das Zeitalter der Digitalisierung, indem die reale mit der digitalen Welt verbunden wird. Menschen, Maschinen, Anlagen, Logistik und Produkte kommunizieren und kooperieren in der Industrie 4.0 direkt miteinander. Digitalisierung und Automatisierung sind die Gamechanger, um auf dem Weg zu Industrie 4.0 diese Herausforderungen zu meistern.
Industrie 4.0 bedeutet nicht nur die teilweise Digitalisierung mancher Abläufe oder Branchen in der Industrie oder der Wirtschaft generell, sondern bezeichnet die Digitalisierung der gesamten Produktion. Dazu benötigt die Industrie auch neue Formen der Organisation und die Gesellschaft neue Anforderungen an Kompetenz und Ausbildung.
Sind Österreich und Europa dafür gerüstete? Wie hat sich die Industrie darauf vorbereitet? In welchen Bereichen sind wir führend, in welchen können und müssen wir noch lernen? Sind wir auch auf negative Auswirkungen vorbereitet?
Über neue Chancen, Risiken, Gefahren und Nachteile der Digitalisierung und der Industrie 4.0 diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Politik.
IMPULS
Florian Tursky
Staatssekretär für Digitalisierung (Österreich
PODIUM
Dietmar Böckmann
Geschäftsführer ERSTE Digital, ERSTE Bank (Austria)
Klaus Garstenauer
Vorstand der Personenverkehrs AG der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB)
Andreas Klauser
Vorstandsvorsitzender PALFINGER AG (Österreich)
Isabella Meran-Waldstein
Bereichsleiterin Forschung, Technologie und Innovation, Industriellevereinigung (Österreich)
Juhan Pukk
Präsident Estonian Association of Information Technology and Telecommunication ITL (Estland)
Michael Weber
Vizepräsident Sales EMENA Kapsch TrafficCom AG (Österreich)
MODERATION
Werner Sejka
Puls 4
Montag, 24. Oktober 2022
19.00 bis 22.00 Uhr
Augustiner Bräu Kloster Mülln
Lindhofstraße 7, 5020 Salzburg
Seit dem Jahr 1621 – also seit 400 Jahren – gibt es das „Bräustübl“, die größte Biergaststätte Österreichs. Das Bier kommt aus Holzfässern und wird in Steinkrügen ausgeschenkt, dazu gibt es die passenden traditionellen Speisen. In geselliger Runde gibt es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Salzburg Europe Summit die Möglichkeit zu interessanten, zwanglosen Gesprächen und zum Netzwerken. Das Bräustübl ist ein Ort der Begegnung, der Tradition – ein Stück lebende Geschichte im Zentrum des Salzburger Weltkulturerbes.
MUSIKALISCHE UMRAHMUNG
Musikensemble Danica
DIALOG III
Investieren in den Regionen des Westbalkans
Dienstag, 25. Oktober 2022
9.00 bis 10.45 Uhr
Salzburg Congress, Europa Saal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Mit Westbalkan bezeichnet man die sechs Staaten Südosteuropas, die noch nicht Mitglied der Europäischen Union sind. Rund 17 Millionen Menschen leben in dieser Region, die unter anderem mit wunderbarer Landschaft und Gastfreundschaft besticht. Österreich ist einer der stärksten und wichtigsten Partner der Staaten am Westbalkan. Nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich hat diese Region, die seit über 15 Jahren auf den Beitritt zur Europäischen Union wartet, enorme Bedeutung.
Entscheidend für die positive Entwicklung der Region sind auch der wirtschaftliche Aufschwung und die Chancen für europäische Unternehmen, zu investieren und zu entwickeln.
Wie ist das Investitionsklima am Westbalkan? Welches Zeugnis stellt die EU den Staaten in diesem Bereich aus, wie steht es um Innovation, unternehmerische Freiheit und Rechtssicherheit? Was bieten die Regionen des Westbalkans potentiellen Investoren an?
Bei dieser Session geben Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik der Regionen des Westbalkans interessante Einblicke in die Möglichkeiten und Chancen, die diese europäische Region für Investoren bietet.
ERÖFFNUNG und BEGRÜßUNG
Josef Schöchl
Vorsitzender des Europaausschusses des Salzburger Landtages, Mitglied des IRE-Vorstands (Österreich)
IMPULS
Helga Berger
Mitglied am Europäischen Rechnungshof, Kammer II „Investitionen für Kohäsion, Wachstum und Integration“ (Österreich)
PODIUM
Mentor Arifaj
Stv. Minister für Industrie, Unternehmertum und Handel (Kosovo)
Kenan Dedić
Technischer Direktor, HEEZ Aluminium, Distrikt Brćko (Bosnien-Herzegowina)
Max Schausberger
Managing Director Elevator Ventures (Österreich)
Aleksandar Simurdić
Direktor European Affairs Fund der Autonomen Provinz Vojvodina (Serbien)
Markus Strasser-Stöckl
Eigentümer und Geschäftsführer NetQM Technologieunternehmen in Österreich und Bosnien-Herzegowina
Jelena Tadić
PPP Investment (Serbien)
MODERATION
Marijana Miljkovic
Redakteurin Wirtschaft, Wiener Zeitung
DIALOG IV
Ist „Regional“ das neue „Bio“?
Dienstag, 25. Oktober 2022
11.00 bis 13.00 Uhr
Salzburg Congress, Europa Saal
Auerspergstraße 6, 5020 Salzburg
Durch die Corona-Pandemie hat die Bedeutung des Regionalen beträchtlich zugenommen, gleich ob es sich um den regionalen Tourismus handelt oder um die Nahrungsmittel, die aus der unmittelbaren Region kommen.
Gerade bei den Lebensmitteln stellt sich die Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch die bessere Wahl gegenüber regionalen Produkten sind. Nach verschiedenen Kriterien können letztere sogar eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringen. Tomaten mit Bio-Siegel aus dem fernen Ausland müssen nicht immer besser für die Gesundheit und die Umwelt gegenüber den Tomaten aus der umliegenden Region sein. Auch kleinere regionale Betriebe produzieren ohne Bio-Siegel oftmals sehr naturnah und nach ökologischen Grundsätzen an. Wer direkt beim Erzeuger kauft, kann sich über die Produktionsbedingungen persönlich informieren. Die Beliebtheit von Hofläden und Bauernmärkten hat in der Corona-Zeit sprunghaft zugenommen, der regionale Einkauf ermöglicht größere und direkte Transparenz. Lebensmittel aus der Region legen viel kürzere Strecken zurück, was weniger Energie verbraucht und zu einem reduzierten CO2-Ausstoß beiträgt. Frische Produkte aus dem Freilandausbau sind wesentlich klimafreundlicher als die im Gewächshaus produzierten. Schließlich stärkt man mit dem Kauf von regionalen Lebensmitteln die Erzeuger in der Region und damit die gesamte Region selbst.
Kann man also sagen: Regional ist gleich bio? Dazu gibt es unterschiedliche Antworten. Manche sagen: Bei tierischen Produkten und Getreide ist bio besser, bei Obst und Gemüse ist saisonal und regional zu bevorzugen.
Der Begriff „regional“ ist nicht eindeutig definiert. Darüber und über viele andere Fragen in diesem Zusammenhang wird es in diesem Panel eine spannende Diskussion geben.
IMPULS
Norbert Totschnig
Bundesminister für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (Österreich)
PODIUM
Irene Neumann-Hartberger
Abgeordnete zum Nationalrat, Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen
Stefan Richter
Dorfbäckermeister, Unternehmer und Dozent im Nahrungsmittelbereich, Markenbotschafter der Oberlausitz (Deutschland)
Oliver Sitar
Leiter Governance der Agrar- und Lebensmittelmärkte, Generaldirektion Landwirtschaft in der Europäischen Kommission
Simone Schmiedtbauer - remote
Landwirtin, Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (Österreich)
Josef Schwaiger
Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, Raumordnung und Personal von Salzburg
Kurt Weinberger
Vorstandsvorsitzender Hagelversicherung AG (Österreich)
MODERATION
Michael Kretz
Geschäftsführer Regionalmedien Salzburg GmbH